SAP Commerce JDK 17 Support endet am 31. August 2026 – Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für das Framework-Update Ihrer SAP Commerce Cloud
Die Digitalisierung entwickelt sich rasant weiter – und mit ihr die technologischen Grundlagen moderner E-Commerce-Plattformen.
SAP verfolgt deshalb seit einigen Jahren konsequent den Ansatz der Continuous Innovation:
Statt großer Versionssprünge werden regelmäßig technische Neuerungen veröffentlicht, die Sicherheit, Performance und Zukunftsfähigkeit der Plattform gewährleisten.
Eine dieser Änderungen betrifft nahezu jedes Unternehmen, das SAP Commerce Cloud nutzt:
Am 31. August 2026 endet endgültig die Unterstützung für SAP Commerce JDK (Java) 17.
Ab diesem Zeitpunkt werden neue Builds auf Basis von JDK 17 nicht mehr unterstützt. Wer bis dahin nicht auf das neue Framework mit JDK 21 und Spring Framework 6 umgestiegen ist, kann zukünftige Updates nicht mehr einspielen und verliert den Support durch SAP.
Warum dieses Update mehr ist als nur ein Java-Wechsel
Auf den ersten Blick klingt der Wechsel von JDK 17 auf JDK 21 nach einem normalen Technologie-Upgrade. Tatsächlich handelt es sich jedoch um eines der größten Framework-Updates der letzten Jahre.
Mit dem neuen Framework modernisiert SAP die gesamte technische Basis der Commerce Cloud.
Dazu gehören unter anderem:
- Migration auf JDK 21 und Spring Framework 6
- Umstellung von Java EE auf Jakarta EE
- Entfernung zahlreicher veralteter Extensions und Module
- Neuer Authorization-Mechanismus als Nachfolger der bisherigen OAuth-Implementierung
- Anpassungen an Third-Party-Bibliotheken
- Prüfung sämtlicher Integrationen, beispielsweise zu Payment-, Tax- oder PIM-Systemen
Auch Composable Storefront, Solr und Node.js sind betroffen
Das Framework-Update betrifft nicht nur das Backend.
SAP empfiehlt, die gesamte Commerce-Landschaft gleichzeitig auf den aktuellen Stand zu bringen.
Dazu zählen unter anderem:
- Composable Storefront auf eine unterstützte Version der 221121.x-Reihe aktualisieren
- Node.js 22 einsetzen, da Node.js 20 bereits aus dem Support gefallen ist
- Angular 21 als aktuelle Basis verwenden
- Solr 9.10 einsetzen, da Solr 9.8 ebenfalls nur noch bis zum 31. August 2026 unterstützt wird
Diese Abhängigkeiten zeigen, dass erfolgreiche Updates heute stets die gesamte Systemlandschaft berücksichtigen müssen – nicht nur die SAP-Commerce-Version selbst.
Jetzt planen statt später reagieren
Viele Unternehmen schieben technische Updates möglichst weit nach hinten.
Das Tagesgeschäft hat Priorität, neue Features erscheinen wichtiger als Infrastruktur-Themen.
Die Erfahrung zeigt jedoch: Je näher der Support-Endtermin rückt, desto größer werden Aufwand, Risiken und Kosten.
Wer frühzeitig plant, kann notwendige Anpassungen strukturiert umsetzen, ausreichend testen und den Produktivbetrieb ohne unnötigen Zeitdruck absichern.
Das Framework-Update als Chance nutzen
Jedes größere Technologie-Update bietet auch die Möglichkeit, die bestehende Architektur kritisch zu hinterfragen.
Sind alle individuellen Erweiterungen wirklich notwendig?
Lassen sich Standardfunktionen von SAP heute besser nutzen als noch vor einigen Jahren?
Wo haben sich Technical Debts angesammelt?
Bei Querplex empfehlen wir unseren Kunden deshalb konsequent eine Clean-Core-Strategie.
Das bedeutet:
- möglichst nah am SAP-Standard bleiben,
- individuelle Erweiterungen sauber entkoppeln,
- unnötige Anpassungen vermeiden,
- Updates vereinfachen,
- langfristig Wartungs- und Betriebskosten reduzieren.
Ein sauber aufgebautes System lässt sich nicht nur einfacher aktualisieren, sondern bleibt auch über Jahre hinweg flexibel und innovationsfähig.
Warum der richtige SAP-Partner entscheidend ist
Technische Updates dieser Größenordnung lassen sich nicht allein anhand einer Checkliste umsetzen.
Ein erfahrener SAP-Commerce-Partner kennt nicht nur die offiziellen Roadmaps und Fristen, sondern bewertet auch die Auswirkungen auf Ihre individuelle Systemlandschaft.
Dazu gehören beispielsweise:
- Analyse der bestehenden Architektur
- Bewertung kundenspezifischer Entwicklungen
- Prüfung aller Integrationen
- Identifikation technischer Risiken
- Entwicklung einer langfristigen Modernisierungsstrategie
Genau hierbei unterstützen wir unsere Kunden.
Mit über 30 Jahren Erfahrung im E-Commerce, mehr als 11 Jahren als offizieller SAP Silber Partner und insgesamt 16 Jahren Erfahrung im SAP Commerce- bzw. Hybris-Umfeld begleiten wir Unternehmen bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer digitalen Commerce-Plattformen.
Dabei steht für uns nicht nur das erfolgreiche Update im Vordergrund, sondern eine nachhaltige Lösung, die auch zukünftige SAP-Innovationen problemlos mitgehen kann.
Fazit
Der 31. August 2026 sollte bei allen SAP-Commerce-Verantwortlichen bereits heute auf der Projekt-Roadmap stehen.
Das Ende des Supports für JDK 17 ist weit mehr als eine technische Formalität.
Es markiert den Wechsel auf die nächste Generation der SAP Commerce Cloud.
Unternehmen, die frühzeitig handeln, profitieren von einer sicheren, performanten und zukunftsfähigen Plattform.
Gleichzeitig bietet das Framework-Update die ideale Gelegenheit, die eigene Commerce-Landschaft zu modernisieren und langfristig nach dem Clean-Core-Prinzip auszurichten.
Sie möchten wissen, wie gut Ihre SAP Commerce Cloud auf das Framework-Update vorbereitet ist?
Sprechen Sie mit unseren Experten.
Gemeinsam analysieren wir Ihre bestehende Systemlandschaft, identifizieren mögliche Risiken und entwickeln eine Migrationsstrategie, die zu Ihren technischen und geschäftlichen Anforderungen passt.





